
Durchgang 1
Die Kinder erhalten kleine Zettel mit Schüttelreimen, mehrere der Texte sind identisch. Beim ersten Durchgang wird die Anzahl der Texte begrenzt, später können mehr Texte hinzukommen.
Jedes Kind liest den Text leise durch und probiert danach, ihn halblaut vor sich hinzusagen. Wenn es textsicher ist, läuft es durch den Raum, in dem es seinen Text in verschiedenen Variationen wiederholt (unterschiedlich in Rhythmus, Klang, Tonlage, Dynamik). Gleichzeitig versucht es zu hören, was die Mitschüler:innen vortragen. Sobald es jemanden finden, die/der denselben Text spricht, hakt es sich unter und die Kinder gleichen Tonhöhe, Rhythmus etc. aneinander an.
Beispiel Schüttelreim?
Durchgang 2
Ein:e Dirigent:in wird gewählt, die/der die Improvisation von außen beobachtet. Nachdem sich die Kinder, die den gleichen Schüttelreim haben, gefunden haben, blicken sie zur Dirigentin, die nun die Gruppe anleitet, indem sie zunächst die Lautstärke, in der die Kinder sprechen, anzeigt. Anschließend können auch andere Parameter wie Tonhöhe oder Sprechgeschwindigkeit von der Dirigentin angezeigt werden.
(Mehr dazu: Micaela Grohé, Christiane Jasper. Methodenrepertoire Musikunterricht. Innsbruck: Helbling 2019)
Im Frühjahr 2026 ist gerade das Internet- Meme „six-seven“ omnipräsent im Leben der Kinder und findet viele Wege, auch während der Unterrichtszeit ständig zitiert zu werden.
Das folgende Bild wird am Smartboard gezeigt:
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Alle Schüler:innen sprechen die Zeilen einmal gemeinsam auf Englisch durch.
Ein/e Schüler/Schülerin übernimmt nun die anleitende Rolle und zeigt immer auf eine Zeile, die die anderen dann gemeinsam chorisch sprechen. Je rhythmischer und gleichmäßiger im Puls, desto besser. Die Reihenfolge muss nicht eingehalten werden. Zwischendurch darf die anleitende Person immer wieder auf die letzte Zeile zeigen und alle rufen „six-seven“, dann geht es wieder in einem gemeinsamen Puls weiter mit einer der anderen Zeilen. Es sollen möglichst wenig Pausen entstehen.
Dies wird eine ganze Weile geübt, bis ein gemeinsamer Puls eingehalten wird und die Reaktionsschnelligkeit etwas geübt wurde.
Nun wird die Klasse in zwei Gruppen geteilt, die jeweils mit einer anleitenden Person zeitgleich das Spiel durchführt, wann immer eine Gruppe „six-seven“ sagt, muss die andere mit einstimmen.
Hierbei entstehen Möglichkeiten, mit Stimme zu experimentieren: Klänge, die durcheinander sind und sich immer wieder treffen, dann wieder entfernen. Unterschiedliche Parameter wie Tempo und Dynamik können in das Spiel integriert werden. Der hierbei vielleicht wichtigste Aspekt:
Die Schüler:innen üben, etwas auszuführen und gleichzeitig zuzuhören und darauf zu reagieren, was die andere Gruppe macht. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil von Improvisation und die Voraussetzung für das Gelingen der Improvisationen in Kleingruppen.
Eine weitere wichtige Voraussetzung für die folgende Unterrichtseinheit ist, dass die Schüler:innen das Format der Klanggeschichte kennengelernt und ausprobiert haben (was bei den allermeisten Grundschulkindern der Fall ist)
Beispiel 1: Thema „Zoo“
Überlegt euch drei Tiergeräusche sowie ein Geräusch, das nicht zu den Tiergeräuschen passt. Auf ein Zeichen hin macht ihr alle gleichzeitig euer jeweiliges Geräusch.
Die zuhörenden Kinder finden nun heraus, welches Geräusch nicht zu den drei Tiergeräuschen passt.
Beispiel 2: Thema „Schulgeräusche“
Denkt euch drei Sätze aus, die Schüler:innen sagen könnten, und einen Satz, der von einer Lehrkraft stammen könnte.
Die zuhörenden Kinder bestimmen nun die einzelnen Sätze.