Erste Schritte: Notation und Becherkomposition

Notationsweisen und Komponieren eines Stücks mit Plastik-Bechern (1 -2 Schulstunden)

Notation:
Die Schülerinnen und Schüler werden auf die eigene Komposition und Notation vorbereitet. Dazu überlegen sie sich Vor- und Nachteile der konventionellen Notation, lernen andere Notationsformen kennen und erfinden eigene. Diese wenden sie dann an einer eigenen Becherkomposition an.

Nach dem Kennenlernen der konventionellen Notenschrift sollen sie deren Vor- und Nachteile in einer Tabelle notieren.

Anschließend überlegen sie, welche alternativen Möglichkeiten der Notation mit Notenlinien es gibt. Die Ideen werden im Plenum gesammelt (z. B. Symbole erfinden, Zeichnungen und Text, auch in Kombination miteinander). Hier ist eine Vertiefung der grafischen Notation möglich. Dies dient als Vorbereitung für die Notation der Becherkomposition.

Vorbereitung (Becher-)Komposition:

Sammeln und Notieren im Plenum: Was zeichnet eine gute Komposition aus? Was zeichnet eine gute Aufführung, Präsentation oder Performance aus? Ideen notieren.

Mögliche Schülerantworten zu einer guten Komposition sind beispielsweise: eingängige Melodie, Abwechslung, Steigerung, klare Form, Veränderungen in Dynamik, Tempo und Besetzung, verschiedene Lagen, abwechslungsreiche Klangfarbe, verschiedene Artikulationsweisen, ...

Mögliche Schülerantworten zu einer guten Präsentation/Aufführung:

- Absprachen, z. B. zum Standort, zur Aufgaben- und Rollenverteilung, zuvor treffen. Ernsthaftigkeit der Vorführung.

 

Wiederholung dynamische Bezeichnungen:

Wiederholung von dynamischen Bezeichnungen, beispielsweise mit Dynamik-Kärtchen, auf denen jeweils die deutsche und die italienische Bezeichnung zu finden ist. „Laut“ und „forte“ sind beispielsweise ein Paar. Die Bezeichnungen werden in einer Tabelle eingetragen.

 

Becher-Komposition:

Die Lehrperson macht eine „Becher-Komposition“ vor, indem sie mit einem Stift und einem Plastikbecher zur Musik (z. B. Tick-Tack-Polka von Johann Strauß) verschiedene Klänge erzeugt, die die Schüler zeitgleich nachahmen. Besonders gut eignen sich Musikstücke, die viele Wiederholungen aufweisen, bei denen jeweils das Gleiche gemacht wird, wenn sich ein Formteil wiederholt.

Im Anschluss erfinden die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen eine eigene „Becher-Komposition“, beispielsweise zum Musikstück „Wilder Reiter“ von Robert Schumann, das eine klare Struktur aufweist. Dabei sollen die zuvor erarbeiteten Kriterien für eine gute Komposition und Aufführung berücksichtigt werden.

Hinweis der Lehrperson an die Schülerinnen und Schüler: Es können alle einer Gruppe gleichzeitig spielen, abwechselnd oder hintereinander. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Komposition schriftlich festhalten und diese nach der Aufführung präsentieren. Dabei können die Begriffe „Solo“ und „Tutti“ eingeführt werden.
 

Mögliche Bewertungskriterien für die Becherkomposition:

Wurde die Struktur des Stücks gut umgesetzt? War das Stück abwechslungsreich und interessant? War die Becherkomposition passend zum Charakter und Rhythmus des Stücks? War alles synchron, was synchron sein sollte?

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