Besonderheiten neuer Musik

Schräge Töne?

Erweiterung der Tonalität

Vorreiter in der Loslösung vom tradierten Dur-Moll-System war Arnold Schönberg (1874-1951): Mit den Drei Klavierstücken op. 11 (1909) etwa, vor allem op. 11 Nr. 3, lieferte er das Paradestück der frei atonalen Musik. Dies war der entscheidende Schritt für eine Öffnung der Musik, der die Grundlagen schuf für eine größere kompositorische Freiheit und Vielfalt der klanglichen Erscheinungen.

Zum Cello gehört ein Bogen

Ungewöhnliche Klangerzeugung

Lisa Streich hat z.B. Motoren am Cello angebracht, die ungewohnte Klänge hervorbringen. Der Interpretierende reißt manchmal zudem die Saiten mit der Rückseite des Bogens an, sodass neben Tönen auch Geräusche entstehen.

Musik ohne Instrumente

Konzepte

Es gibt sogar Musikstücke, bei denen Stille das wesentliche Gestaltungsmittel ist. So hat John Cage in 4,33‘ vorgegeben, dass die Musiker gar nichts machen. Auf diese Weise entsteht aber etwas ganz Anderes: Man achtet auf die Geräusche, die vom Publikum ausgehen.

Simon Steen-Andersen untersucht in seiner Komposition „Run Time Error“ die Gegebenheiten, des ihn umgebenden Raumes und ordnet diese Klänge so, dass sie eine spannungsreiche Gesamtkomposition ergeben.

Geheimnisvolle Notationen

Partituren

Was gespielt wird, ist oft auf ungewöhnliche Weise notiert. So erinnern die grafischen Partituren von Iannis Xenakis eher an architektonische Zeichnungen. Zu György Ligetis Werken wurden hier die musikalischen Strukturen durch eine grafische Notation sichtbar(er) gemacht.

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