Reflexion

von Anna Eichholz

In diesem Projekt haben die Kinder in einem mehrwöchigen Prozess eine kreative Arbeit geplant, durchgeführt und aufgeführt. Die musikalischen Erfahrungen, die sie dabei gemacht haben, bieten eine gute Grundlage für weiteres Musizieren und Improvisieren. Mit der Zeit und dem Fortschreiten der Stücke wuchs auch das Engagement: Viele Kinder wollten auch in den Pausen proben und im Anschluss an den Unterricht, die Identifikation mit dem eigenen Stück festigte sich und damit auch die Freude, daran weiterzuarbeiten. 

Die größte Herausforderung war die Planung und Organisation von Räumen, Instrumenten und Übezeiten. Für weitere Projekte dieser Art werde ich in Zukunft eher im Team arbeiten, mit ein oder zwei Musikkolleg:innen und deren Klassen gemeinsam. Dann ist die Betreuung der Kinder einfacher zu regeln. 

Es ist sicher auch möglich, im Klassenverband zu bleiben, allerdings würde ich dann die Phase mit den Improvisationsspielen deutlich länger planen, vielleicht über ein halbes Jahr oder sogar länger, damit das gegenseitige Zuhören immer weiter geschult wird, bevor die nächsten Schritte kommen. 

Diese Form der Projektarbeit kann sicher auch schon ab Klasse 3 funktionieren und ist auch bis weit in die Oberstufe hinein durchführbar. Mein Eindruck ist, dass mit steigendem Alter der Kinder oft die Bereitschaft und der Mut, eine kreative Idee vor der ganzen Klasse zu zeigen, weniger ausgeprägt ist als in den unteren Klassenstufen. Das ist aber auch von Klasse zu Klasse sehr unterschiedlich und großen Schwankungen unterlegen.  

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